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11.03.2016 News Athleten

Marathonläufer Ralf Arnold ordnet alles dem großen Traum unter

In knapp einem halben Jahr finden in Rio de Janeiro die Paralympischen Spiele statt. Ralf Arnolds größter Traum ist eine Teilnahme an diesem einzigartigen Sportevent. Dafür schindet er sich bis zur Belastungsgrenze.

Gerade hatte der 44-Jährige eine Knochenhautentzündung im linken Schienbein überstanden, saß er auch schon im Flieger in Richtung Südspanien. Vom 13. bis 27. Februar nahm er gemeinsam mit der bereits für die Olympischen Spiele qualifizierten Marathonläuferin Mayada Al-Sayad (Palästina) an einem Lauftrainingslager von Trainer Peter Greif teil.

In Conil an der Atlantikküste war der Schwerpunkt auf  Grundlagenausdauer gelegt. Insgesamt legte Ralf in dieser Zeit mit seinen beiden Guides Florian Graser und Matthias Rosenkranz 348 Kilometer zurück. Ohne eine regelmäßige Regenerationsunterstützung durch eine mitgereiste Physiotherapeutin, hätte Ralf nach eigenem Bekunden diese körperlichen Belastungen nicht so gut verkraftet: „Ich hatte zuvor noch nie einen solchen Laufumfang absolviert.“

Wie sehr sich das Trainingslager bereits nach wenigen Tagen zurück in der Heimat ausbezahlt, möchte Ralf Arnold am 13.03. beim Halbmarathon in Kandel testen.

Bis Ende März muss er für die Verwirklichung seines Traums die Normzeit von 2:35,05 Stunden für den ganzen Marathon schaffen. Doch auch dann hält er das Ticket für Rio noch nicht ganz in Händen. Im zweiten Quartal fordert der Deutsche Behindertensportverband (DBS) eine Bestätigung der Leistung. 2:42,28 ist hierfür die geforderte Laufzeit. Bei Erfüllung beider Normen sind die Chancen groß, falls nicht schnellere Läufer aus Deutschland vor ihm sind, dass Ralf Arnold am 01. August seinen Namen auf der Nominierungsliste des DBS lesen wird.

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